Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 13. April 2026! Drei Städte, drei klare Signale: In Nortorf, Flensburg und Kiel sind am Wochenende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen Veranstaltungen der AfD zu demonstrieren. Es waren keine Randerscheinungen, sondern sichtbare Zeichen einer aktiven Zivilgesellschaft. Allein in Flensburg kamen mehrere hundert Menschen zusammen, um Haltung zu zeigen.
Diese Proteste stehen jedoch nicht im luftleeren Raum. Sie fallen in eine Zeit, in der die politische Auseinandersetzung in Schleswig-Holstein eine neue, besorgniserregende Schärfe erreicht hat. Am Osterwochenende wurden in Flensburg und Kiel mehrere Parteibüros Ziel von Angriffen – mit rechtsextremen Symbolen, eingeschlagenen Scheiben und sogar Rückständen von Molotowcocktails.
Das ist eine Eskalation, die über den politischen Streit hinausgeht. Wer Brandsätze einsetzt oder Parteibüros angreift, greift nicht nur Parteien an – sondern die demokratische Grundordnung selbst.
Gerade vor diesem Hintergrund bekommen die Gegendemonstrationen eine zusätzliche Bedeutung. Sie sind mehr als Protest gegen eine Partei. Sie sind ein öffentliches Bekenntnis: zur Demokratie, zur Vielfalt und zur klaren Abgrenzung gegenüber politischer Gewalt von rechts.
Die Botschaft dieses Wochenendes ist deshalb eindeutig: Schleswig-Holstein streitet – aber es lässt sich nicht einschüchtern.
Das sind unsere Themen im Fleckenhörer heute:
+++ „Betriebsräte sind wie die Superzahl beim Lotto: 49 Prozent der Unternehmen in Neumünster können dazugewinnen“
+++ Vom Nager zum Klimaschützer: Der Biber kehrt zurück – und wird zum Schlüssel für Klimaschutz und resiliente Flüsse
+++ Von Hugenberg bis Musk: Die Verantwortung von Medien in Zeiten von Demokratie und autoritärer Herrschaft